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05.09.2018

AnkER-Zentrum in Lebach?

Bei "KAB im welt:raum" wurde am 4.9. über das Thema "Ein Ankerzentrum in Lebach?" durch den Saarländischen Flüchtlingsrat informiert und ausgiebig diskutiert.

Gestern lud die KAB zu ihrer ersten Gesprächsrunde KAB im welt:raum nach der Sommerpause ein. Es ging um die im Saarland heftig diskutierte Frage: Ankerzentrum in Lebach?
Der Saarländische Flüchtlingsrat (SFR) kämpft seit langem gegen die Aufrüstung des Flüchtlingslagers Lebach zu einem sog. Ankerzentrum.

Maria Dussing-Schuberth, Andreas Ries und Tobias Schunk vom SFR vermittelten den Gesprächsteilnehmern einen authentischen Eindruck von den Zuständen im Lager Lebach. Hier leben zurzeit rund 1.100 Menschen unter sehr fragwürdigen Bedingungen. In den letzten Monaten haben die Restriktionen gegenüber Geflüchteten zugenommen.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass ein Ankerzentrum in Lebach eine Integration der Geflüchteten erheblich erschweren wird. In der Diskussion fällt auf, wie sehr sich auch der Umgang mit Sprache verändert hat. Verstand man bisher unter Anker etwas Positives, etwas das Halt und Sicherheit impliziert, wird es im Zusammenhang mit Ankerzentrum gerade ins Gegenteil verkehrt: Hier wird ‚Anker‘ als Abkürzung für Ankommen, Entscheiden, Rückführung benutzt. Also eher keine Integration, keine Willkommenskultur.

Ein weiterer Aspekt wurde bei KAB im welt:raum diskutiert: Die sich verändernde Situation der unzähligen Ehrenamtlichen, die sich seit Jahren für eine Willkommenskultur einsetzen. Viele von Ihnen haben mittlerweile das Gefühl, dass die Wertschätzung ihres Engagements durch Politik und Öffentlichkeit stark nachgelassen hat. Kein Wunder, wenn das erklärte Ziel der politisch Verantwortlichen, (unter dem Druck der Rechtspopulisten) mehr und schnellere Abschiebungen sind.

Alle waren sich einig, dass es wichtig ist, immer wieder mit diesen Themen in die Öffentlichkeit zu gehen und zu informieren. Insbesondere wir als Christen sind aufgefordert stärker Flagge zu zeigen und uns zu positionieren.

Andreas Ries meinte abschließend, dass der SFR davon ausgeht, dass trotz vieler Appelle und Aktionen die Aufrüstung des Lager Lebachs zu einem Ankerzentrum kommen wird. Trotzdem wird der SFR in seinen Bemühungen, die Situation der Geflüchteten zu verbessern, nicht nachlassen. Weitere Infos hier: http://asyl-saar.de/

Eine gelungene und sehr interessante Gesprächsrunde bei KAB im welt:raum.

 

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