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07.02.2019

Besuch im Unverpackt-Laden

Die erste Veranstaltung der Reihe "KAB im welt:raum" in 2019 führte uns in den Unverpackt-Laden von Birgit Klöber in Saarbrücken. Das Konzept: ein Warensortiment ohne lästigen Verpackungsmüll - alle Waren werden in die mitgebrachten Behältnisse der Kunden abgefüllt.

Am Dienstag, 05.02.19, lud die KAB zu ihrer Gesprächsrunde in den Unverpackt-Laden in Saarbrücken ein. Thema war: Zero Waste, ein Leben ohne Abfall, wobei das verpackungsfreie Einkaufen ein wichtiger Ansatz ist.

Birgit Klöber, die Inhaberin des Unverpackt-Ladens in der Saarbrücker Bruchwiesenstraße, erzählte anschaulich und kurzweilig ihre Motivation, die Gründung des Ladens 2017 zu wagen. Nachhaltigkeit ist für Birgit Klöber schon immer ein wichtiges Thema, mit dem sie sich intensiv auseinander setzt. Die erfolgreichen Unverpackt-Konzepte in ganz Deutschland, immerhin gibt es hierzulande bereits über 100 solcher Läden, wollte sie auch in Saarbrücken umsetzten. Nach über zwei Jahren spricht sie von einem Erfolg.

Nach zu Beginn rd. 300 Produkten, bietet sie und ihr Team mittlerweile rund 700 unverpackte Artikel an. Das Angebot erstreckt sich von Teigwaren, Reis, Getreide, Mehl und Gewürzen über Essige, Öle, Müslis und Süßigkeiten zu Gemüse, Obst, Fruchtsäften, Milchprodukten, Eiern und Brot. Außerdem gibt es eine große Auswahl an Körperpflegeprodukten sowie Wasch- und Reinigungsmitteln. Auch die Holzzahnbürste, Zahnputztabletten, Seifen und festes Haarshampoo sowie ausgefallene Geschenkartikel sind im Sortiment. In aufgeräumter und angenehmer Atmosphäre wird der Einkauf zu einem Erlebnis, das den bewussten Umgang mit Lebensmitteln verstärkt.  

Das Prinzip ist denkbar einfach: Die mitgebrachten Behältnisse werden zuerst leer gewogen, dann füllt man die gewünschten Waren in beliebiger Menge ein. Das Gefäß wird an der Kasse gewogen, das Leergewicht abgezogen und man zahlt nur das Produkt. Dadurch fallen Unmengen an Plastikmüll erst gar nicht an, was letztendlich die beste Müllvermeidung ist.

Diese Strategie setzen auch mehr und mehr Lieferanten der Unverpackt-Läden ein. Die Produkte werden in Papier- oder Stoffsäcken angeliefert. Kunststoffkanister für flüssige Produkte werden zum großen Teil zurückgenommen. So kommt der Unverpackt-Laden im Schnitt mit nur drei bis vier gelben Säcken monatlich aus!

Viele der Gesprächsteilnehmer fühlten sich in Ihre Kindheit zurückversetzt: Auch damals gab es bei Tante Emma die meisten Artikel lose und man hatte immer eine Tasche oder ein Glas dabei, um die Einkäufe mitzunehmen. Entgegen den Erwartungen der Teilnehmer machen mittlerweile viele Kunden regelrecht unverpackt Großeinkauf und sorgen so ohne Verpackung für Vorräte für teilweise mehrere Wochen. Und diese Kunden kommen nicht nur aus der nächsten Umgebung. Viele kommen aus Frankreich und dem ganzen Saarland.

Den Abschluss der KAB-Gesprächsrunde bildete ein kleiner Rundgang durch die weiteren (Lager-) Räumlichkeiten des Unverpackt-Ladens Saarbrücken.   Dieser Abend war hochinteressant, informativ und hat die Besucher begeistert.  

Text und Fotos: Andreas Luce

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