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21.05.2021

Arbeitskreis "Pflege" gegründet

In einer Pressemitteilung berichtet die KAB Saar über die Gründung eines Arbeitskreises "Pflege" und erste Aufgaben und Ziele dieser Gruppe.

Neuer Arbeitskreis Pflege der KAB Saar  

Mehr als ein Jahr Corona-Pandemie hat in vielen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens Probleme aufgedeckt. Insbesondere im Bereich der Pflege, sei es im stationären Bereich, im ambulanten Bereich, in Pflegeheimen und Krankenhäusern hat die Corona-Pandemie wie ein Brennglas gewirkt und große Probleme sichtbar gemacht. „Nach dem Klatschen müsse mehr kommen, denn Pflegekräfte sind mehr als systemrelevant, so Alfred Staudt, der Vorsitzende der KAB Saar.  

Leider hat sich an den Rahmenbedingungen dieses gesellschaftlich immer wichtiger werdenden Themenfeldes nicht viel geändert. So stellt Christine Steimer, Vorsitzende der KAB Saar, ernüchtert fest: „Nach wie vor sind die dort Beschäftigten unterbezahlt, werden nicht ausreichend wertgeschätzt und es fehlen zukunftsfähige Konzepte. „Das Klatschen im letzten Jahr ist noch keine Solidarität“ kritisiert Steimer und fordert: „Die Politik muss endlich die Weichen stellen, damit alle Beschäftigten in der Pflege nach Tariflöhnen bezahlt werden.“  

Diese Problematik hat der Bezirksausschuss der KAB Saar schon mehrfach diskutiert und hat nun einen Arbeitskreis Pflege ins Leben gerufen, der sich mit diesen Fragen auseinandersetzt und nach Lösungsvorschlägen sucht und diese formuliert. Christine Steimer und Hans Ludwig haben hierzu ein Positionspapier entworfen, auf dessen Basis sich nun der Arbeitskreis Pflege der KAB Saar mit der Pflegereform 2021 befassen wird. Das geschieht, so Hans Ludwig, auch unter Berücksichtigung des Saarlandes im 100. Jahr seines Bestehens. Menschen, die beim Arbeitskreis Pflege der KAB Saar mitmachen möchten, melden sich bitte per E-Mail an saarland@kab-trier.de.  

Aktuell erklärt sich die KAB Saar mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der AWO in den Behindertenheimen solidarisch, die die Übernahme des TVÖD/Länder fordern. Denn, so Christine Steimer, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO verdienen im Schnitt 200 € weniger als die Beschäftigten des Landes. Die KAB Saar hält diese Forderung für richtig und notwendig. Sie könnte der Weg sein, auch im Bereich der Pflege zu einem Tarifvertrag zu kommen, der vergleichbare Standards moderner Erwerbsarbeit auch für alle Träger und Beschäftigten in der Pflege verbindlich macht.  

Damit verbunden ist das ausdrückliche N E I N zu dem Vorschlag der Dienstgeber der Caritas, die Kolleginnen und Kollegen, die nicht im kirchlichen Dienst arbeiten, auf die Mindestbedingungen zu verweisen, die über die bestehende Pflegemindestlohnkommission zu regeln sind.  

Wir sind der Auffassung, so KAB Saar-Chef Alfred Staudt, „dass vergleichbare Standards moderner Erwerbsarbeit nur durch Tarifverträge nach dem Tarifvertragsgesetz zu erreichen sind“. „Nach dem Selbstverständnis der kirchlichen Dienstgemeinschaft ist der Letztverantwortliche der Bischof - er muss handeln“, so Staudt weiter.

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